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Deutsche Grammophon

Überschrift Künstler

Hildegard Knef

Eyecatcher

Hildegard Knef - UMG Eyecathcer

Künstlerinfos

Ein Mythos, der keiner sein wollte! Sie hieß "Die Knef", doch viele nannten sie einfach "Hilde" oder schlicht "Hildchen". Anders als ihre Kollegin und lebenslange Wegbegleiterin Marlene Dietrich ist die am 28. Dezember 1925 in Ulm geborene Hildegard Frieda Albertine Knef kein durch den eigenen Mythos der irdischen Welt entrückter Star, kein großes Rätsel, sondern schlicht eine facettenreiche Künstlerin mit schier unglaublicher Bodenhaftung. Eine schillernde Persönlichkeit, an deren beruflichem wie privatem Schicksal die Öffentlichkeit Anteil nehmen konnte und sich darin immer wieder erkannte - vor allem spiegelt sich in ihrer mitunter tragischen, von zahlreichen Schicksalsschlägen und schweren Krankheiten gezeichneten Vita auch deutsche Zeitgeschichte wider.

Neben einer außergewöhnlichen Karriere als Schauspielerin in 49 internationalen Spielfilmproduktionen, luzide Autorin von sieben weltweit erfolgreichen Büchern und ebenso talentierte Malerin, startet die eigentliche Laufbahn als Chansonsängerin 1962 im Alter von 37 Jahren recht spät. Ihr musikalisches Gesamtwerk ist dabei von ebenso eigenwilliger Schönheit, wie das ihrer Freundin Marlene. Die wohl berühmteste Umschreibung dieses Sachverhalts liefert ausgerechnet Jazzlegende Ella Fitzgerald: "Sie ist die größte Sängerin ohne Stimme". Zum Singen kam die Knef indes wie die Jungfrau zum Kind: Parallel bei Dreharbeiten zu "Alraune" in Deutschland und "Schnee am Kilimandjaro" in den USA interpretiert sie 1952 erste Songs mit noch recht brüchigem Timbre.

Erst eine Dekade später begegnet die nunmehr wieder in die Heimat zurück gekehrte Knef ihrem musikalischen Ausdruckswillen mit dem nötigen Ernst, veröffentlicht 1963 ihr vielgepriesenes Debütalbum "So oder so ist das Leben" - 22 weitere Alben, darunter Glanzlichter wie "Ich seh die Welt durch deine Augen", Halt mich fest", "Knef" und "Worum gehts hier eigentlich?", "Und ich dreh' mich noch mal um", "Ich bin den weiten Weg gegangen", "Lausige Zeiten" und "17 Milimeter", aber auch eine unüberschaubare Vielzahl an Kompilationen, Best-Ofs und Spezial-Editionen legen ein beeindruckendes Zeugnis ihrer musikalischen Zeitlosigkeit zwischen Chanson, Jazz, Pop und Schlager ab. | Zum runden 80. Jubiläum der in Würde gealterten Grande Dame des deutschen Chansons erscheint das 4-CD-Box-Set "Ich bin den weiten Weg gegangen" - ein labelübergreifender Gesamtüberblick ihrer bis zum plötzlichen Tod im Februar 2002 andauernden Gesangskarriere. Faszinierend bleibt bei solch akribischen Archiwühlereien allein schon die künstlerische Fülle der Knef'schen Hinterlassenschaft. Ein Umstand, dem die vier, bis zum Rand mit 95 Tracks gefüllten Silberlinge in edler Verpackung voll und ganz Rechnung tragen. Zudem entpuppt sich die mit beigelegtem 40seitigem Booklet, exklusiven Linernotes zu jedem einzelnen Track, raren Fotos sowie einer kompletten Diskografie bestückte Kollektion mehr als nur eine Aneinanderreihung zahlloser Evergreens, Standards und Hits. Gedacht wurde vor allem der noch immer reichlich erklecklichen wie stetig wachsenden Knef-Fangemeinde mit seltenen Sammlerstücken, unveröffentlichten Raritäten und obskuren Kuriositäten.

Allein schon der Auftakt macht staunen, präsentiert 15 kaum gehörte Aufnahmen für die Plattenmarken Polydor, RCA Victor und Fontana von 1951 bis 60 in Deutsch, Englisch und Französisch. Darunter Kollaborationen mit gleich zwei Franzosen, Autor Boris Vian und Chansonnier Maurice Teynac, aber auch den Original-Soundtrack von Cole Porters Musical "Silk Stockings", das Hildegard Neff, wie sie im Angloamerikanischen genannt wurde, nach 650 Vorstellungen in den Jahren 1955/56 mit einem Schlag nicht nur am New Yorker Broadway populär machte. 1963 - die Knef wählt Decca als Vertragspartner und blockiert mit "Eins und eins das macht zwei" fast ein Jahr lang vordere Chartplätze der deutschen Hitliste - interpretiert sie in der Verfilmung von Brechts "Dreigroschenoper" mit Verve "Mack The Knife" und "Pirate Jenny", macht den lange verschmähten Kurt Tucholsky und den hierzulande kaum bekannten Cole Porter populär. Beindruckend auch die Auszüge aus gleich mehreren triumphialen Konzertmitschnitten mit Orchesterleiterlegenden wie Günther Noris, Bert Kaempfert, Martin Böttcher, Kurt Edelhagen, Les Humphries, Gert Wilden und Kai Rautenberg.

In gleicher Ära fängt die Multitalentierte an selbst zu texten, liefert insgesamt 130 kongeniale Blaupausen deutschen Liedermachertums - darunter Meilensteine wie "Werden Wolken alt?", "Von nun an ging's bergab", "Für mich soll's rote Rosen regnen", "Ich brauch Tapetenwechsel", "Ich bin den weiten Weg gegangen", "Der alte Wolf" und "Frau von Dorndorf-Klosterfelden". | Auch in späteren Jahren lässt der künstlerische Nimbus nicht nach, gibt die Generationen übergreifende Ikone Duette mit den Hagener NDWlern Extrabreit, mit Folkster Glenn Yarbrough, aber auch mit Max Raabe und seinem Palastorchester. Findet ihr umfangreiches Repertoire gar Resonanz bei ganz neuen, jungen Zielgruppen: "Ferienzeit" und "Im 80. Stockwerk" gelten als Rare-Groove-Kult, das Berliner Elektro-Chanson-Ensemble Nylon covert gleich mehrere ihrer Songs und die von namhaften DJs initiierte CD "Reform Sessions" präsentiert geschmackvolle Remixe diverser Chanson-Klassiker - und prompt wird die Knef auch in angesagten Clubs wieder zum Thema. Durchweg hochwertig aus das finale Alterswerk "17 Milimeter", entstanden in künstlerisch enger Symbiose mit dem Jazztrompeter Till Brönner.

Ebenfalls in die Kategorie Preziosen fällt der Augenschmaus "Erinnerungen", eine DVD mit zwei der schönsten wie intimsten ihrer zahllosen und mit dieversen Preisen ausgezeichneten Personality-Shows fürs Deutsche Fernsehen. Die Ende 1972 aufgezeichnete Performance "Knef 73" wurde im April folgenden Jahres vom ZDF ausgestrahlt und beinhaltet ausschließlich Lieder (u.a. "Scheu geworden", "Totensonntach", "Jene irritierte Auster") ihres damals aktuellen Albums "Und ich dreh mich noch mal um" - der Beginn ihres kurz zuvor unterzeichneten Vertrages mit der Plattenfirma Philips. Doch auch die Autorin Knef bekommt hier eine Plattform, liest Texte aus ihrem gerade erschienenen Buch "Ich brauch Tapetenwechsel". Abgerundet wird die Show mit Interviews von Modeschöpfer Pierre Balmain, Erfolgsautor Henry Miller, Schauspiellehrerin Else Bongers, Herausgeber Henri Nannen, Astrologe Carroll Righter und dem damaligen Bundeskanzler Willy Brandt.

Zwei Jahre später, im Oktober 1974, entstehen die Aufnahmen für "Hildegard Knef und ihre Lieder". Zu diesem Zeitpunkt hat die Knef eine Krebsoperation und eine langwierige Strahlentherapie hinter sich gebracht - in der Show ist von diesen gesundheitlichen Qualen nichts zu spüren. Drei Regisseure, darunter der Brite David Hamilton, zeichnen sich für die wunderschönen Bilder in hochwertiger Videoclip-Ästhetik verantwortlich. Musikalisch serviert die Knef abermals außergewöhnliche Songs, darunter "Der alte Wolf", "17 Milimeter fehlen mir zum Glück", "Und schon liegst Du schief", "Und sie hieß Marilyn", "Wer nicht verrückt wird, ist nicht normal", ihres Albums "Ich bin den weiten Weg gegangen".

Zum Künstler

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    Ella Fitzgerald meinte einmal, Hildegard Knef sei die beste Sängerin ohne Stimme. Das trifft aber nur einen kleinen Teil ihrer faszinierenden Künstlerpersönlichkeit.