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Deutsche Grammophon

Geschichte im Detail

  • 24.10.2005
    | 24.10.2005 | 1955 - 1960
    Das literarische Archiv

    Vom Grundstein des Erfolgs zur Entstehung des "Literarischen Archivs"

    Der bahnbrechende Erfolg der 3er LP-Kassette des Faust I im Jahre 1954 bereitete den Boden für neue und großzügig ausgestattete Veröffentlichungen im Folgejahr - dem offiziellen Schiller-Jahr 1955.

    Für die Deutsche Grammophon bekam es eine Doppelbedeutung. So konnte die Klassik-Programmdirektorin gleichen Namens nicht nur erfolgsgestärkt an die Fortsetzung und Erweiterung des literarischen Programms gehen. Auch durfte Frau Prof. Elsa Schiller zu ihrer Entlastung und Assistenz den nach 1933 emigrierten Schauspieler Ernst Ginsberg aus Zürich holen, der bis 1960 für die Literatur bei der Deutschen Grammophon verantwortlich zeichnete.

    Zum genannten Feierjahr nun erschien als zweite LP-Kassette die hochkarätig besetzte Produktion der Salzburger Festspiele von Friedrich Schillers "Kabale und Liebe" - Will Quadflieg gab darin bereits 1955 als Ferdinand sein Deutsche Grammophon - Debüt.

    Mit Ernst Ginsberg als Programmleiter gelang es, 1957 eine eigenständige Literatur-Reihe bei der Deutschen Grammophon zu etablieren: das "Literarische Archiv". Bis heute wird die Programmreihe im hellgrünen Design konsequent fortgesetzt. Wieder kamen bei der Deutschen Grammophon, gleich beim Erscheinen dieser Reihe, bedeutende Autoren zu Wort: Zu vernehmen war die Stimme von Gottfried Benn mit eigener Lyrik und Prosa sowie die von Thomas Mann mit seinem "Versuch über Schiller" und Passagen des Romans "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull".

    Das Ziel Ernst Ginsbergs war es, eine akustische Handbibliothek der Weltliteratur einzurichten. Aber seine Verpflichtungen als Darsteller und eine schleichende Krankheit warfen bald ihre Schatten darüber. Dies nötigte ihn zu dem Entschluss, sich einen Nachfolger bei der Deutschen Grammophon zu suchen. Dies wurde 1960 ein gerade 30-jähriger Mitarbeiter, der Werbemann war und studierter Germanist und vor allem besessen vom Theater: der gebürtige Ungar Pali Meller Marcowicz.